
Kronen Zeitung
START GING IN DIE HOSE
Ein Mittelfeld-Hüne soll kriselnden WAC beleben
2:2 gegen den Vorletzten GAK, 1:2 beim Schlusslicht BW Linz verloren – der WAC stolperte unter Trainer Atalan ins Frühjahr. So mies starteten die „Wölfe“ nach dem Winter seit 2018/19 nicht mehr. Hoffnung macht ein 1,90 Meter großer Neuzugang, der noch in dieser Woche die Spielgenehmigung erhalten soll.
Klubchef Dietmar Riegler sprach zu Saisonbeginn gern – und völlig zurecht! – vom „stärksten WAC-Kader aller Zeiten“. Und dieser (vermeintlich) stärkste Kader aller Zeiten, im Winter um die Lichtgestalt Chippi Nwaiwu reduziert, geht jetzt am Stock, setzte die Pleiten-, Pech- und Pannen-Serie, die seit dem skurrilen Abgang von Kühbauer Anfang Oktober herrscht, mit dem blamablen 1:2 bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz nahtlos fort.
Gegen die Nachzügler
Die Niederlage bei den Oberösterreichern, die seit 4. Oktober (!) kein einziges Spiel gewonnen hatten, bedeutete den schlechtesten Frühjahrsstart der Wölfe seit sieben (!) Jahren, seit der Saison ’18/19. Auch damals ergatterte man aus den ersten beiden Frühjahrsspielen nur einen Zähler (0:0 Altach, 0:3 Salzburg) – heuer holte man das eine kümmerliche Pünktchen noch dazu aus den Duellen gegen den Vorletzten und Letzten. . .
Nur Durchhalteparolen
Woran es mangelt, ist klar ersichtlich: Die Fehleranfälligkeit ist exorbitant, es fehlt an Tempo, Dynamik, Ideen, an der ultimativen Kampfbereitschaft. Trainer Atalan – aus welchen Gründen auch immer mit praktisch null Erstliga-Erfahrung ins Lavantal geholt – ergeht sich in Durchhalteparolen. „Wir müssen und werden gemeinsam aus dem Ding rausfinden – da mach ich mir keine Sorgen. Aber wir sind mitunter zu fahrig, müssen mit einer anderen Haltung ins Spiel gehen.“
Spielgenehmigung ist da
Vielleicht hilft frisches Blut: Der bosnische U21-Teamspieler Emin Kujovic, bis Saisonende vom 1. FC Köln geliehen (mit Kaufoption), wird in dieser Woche die Spielgenehmigung erhalten. Da der 1,90 m große Mittelfeldmann im Training einen starken Eindruck hinterließ, könnte er fürs „Spiel der letzten Chance“, für die Samstag-Partie bei Rapid, zur echten Alternative werden.
Zwei Punkte fehlen
Denn die Tabellensituation ist aktuell noch das Beste an der ganzen Misere: Obwohl WAC von den letzten zehn Ligaspielen nur ganze zwei gewann, beträgt der Rückstand auf den „Strich“ nur zwei Zähler: Mit Siegen in Wien und eine Woche später daheim gegen Sturm hätten Baumgartner & Co. justament gegen Ex-Trainer Kühbauer und dessen LASK ihr „Grande Finale“ um den Einzug in die Top 6. . .
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